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Bioökonomie in Bayern - Beitrag für die Kreislaufwirtschaft

Reststoffe intelligent nutzen und die Bioökonomie skalieren – in Bayern und Europa

 

Der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie veranstalteten am 1. Juni 2022 einen Parlamentarischen Abend zum Thema „Bioökonomie in Bayern – Beitrag für die Kreislaufwirtschaft“ in der Bayerischen Vertretung in Brüssel.

"Biobasierte Kreislaufwirtschaft ist zukunftsfähig, das fossile Zeitalter ist endlich"

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die Bedeutung der Bioökonomie als zukunftsfähige Wirtschaftsform hervorgehoben: "Die Bioökonomie bietet die Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft, der Verbrauch fossiler Rohstoffe ist kein Dauerzustand. Durch Schützen und Nutzen in der Bioökonomie heben wir den Wert unserer heimischen Rohstoffe hervor. Statt neuer Stilllegungsziele auf EU-Ebene brauchen wir aktuell gerade wegen des Ukrainekrieges einen flexibleren Beihilferahmen und einen Rechtsrahmen, der biobasierte, nachhaltige Produkte und die landwirtschaftliche Nutzung aktiv unterstützt, statt sie zu behindern.“

Ratssprecherin Patricia Eschenlohr sprach über die Hürden und Herausforderungen von Bioökonomie-Startups und die dringend notwendige Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zur Unterstützung biobasierter Produkte: „Wir sind hierzulande reich an Bioökonomie-Innovationen in der Forschung und in hochpreisigen Marktnischen, auch dank zahlreicher politischer Maßnahmen. Für die schnelle großtechnische Umsetzung der bereits vorliegenden Innovationen braucht es jetzt aber ein entschiedenes politisches Handeln auf nationaler und europäischer Ebene und faire Wettbewerbsbedingungen. Wir haben keine Zeit mehr zu warten, dass die Bioökonomie in diesem Marktumfeld aus der Nische heraus unser fossil-basiertes Wirtschaftssystem, das über Jahrzehnte gewachsen ist, signifikant verändert. Die Bioökonomie benötigt jetzt neue Rahmenbedingungen und Skalierungsmöglichkeiten.“

Gemeinsam mit Henrike Hahn (MdEP, stv. Delegationsleiterin und industriepolitische Sprecherin der deutschen Grünen im Europäischen Parlament, Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie), Ulrike Müller (MdEP, industriepolitische Sprecherin für Agrarpolitik der Renew Europe Group und Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments) und Dr. Peter Wehrheim (Head of Unit “Bioeconomy and Food Systems”, Generaldirektion RTD der Europäischen Kommission) diskutierten die Ratsmitglieder Johann Egginger, Patricia Eschenlohr, Prof. Volker Sieber und Dr. Friedrich von Hesler mit über 100 Gästen zu den Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie in Bayern, Deutschland und Europa.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein zusammenfassendes „Graphic Recording“, welches während der Veranstaltung live gezeichnet wurde.

Fotos: StMWi | Elke Neureuther; Geschäftsstelle SVB

Graphic Recording

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